Wenn individuelle Ausprägungen und Schwierigkeiten im Alltag als Symptome und Diagnosen definiert werden, empfinden das einige als Abstempelung und Stigma, andere dagegen als hilfreichen Erkenntnisgewinn. In diesem Spannungsfeld diskutieren wir:
- Was sind Diagnosen?
- Welche gibt es?
- Braucht es sie überhaupt?
- Wer diagnostiziert? Auf welcher Grundlage?
Wir tauschen uns darüber aus, wie es sich anfühlt, eine Diagnose zu erhalten und damit einen Umgang finden zu müssen. Auch setzen wir uns mit den Begriffen «krank» und «gesund» – sowie dem Dazwischenliegenden – auseinander.
In praktischen Übungen lernen wir, wie wir auf verschiedene, oft anspruchsvolle Alltagssituationen im Kontext von Diagnosen anders reagieren können und probieren neue Denk- und Verhaltensweisen aus. Wir erhalten Inputs, um den Umgang mit Diagnosen zu reflektieren und konstruktiv in Recovery- Prozesse einzubeziehen.
Lernthemen
- Den Begriff der Diagnose hinterfragen und verstehen
- Historische, zeitgenössische und kaum bekannte Diagnosen kennenlernen
- Unterstützungs- und Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen in diesem Spannungsfeld entdecken
- Einen differenzierteren Umgang mit Diagnosen im Zusammenhang mit Recovery entwickeln und nutzen